Planungshilfen bei Bedarfsverkehren: Gut gemeint – wenig erfolgreich?

Planungshilfen bei Bedarfsverkehren: Gut gemeint – wenig erfolgreich?

Handbücher und Leitfäden im Test

Ronya Reitberger, Christian Mehlert, Robert Hänsch:
Planungshilfen: Gut gemeint – wenig erfolgreich? Untersuchungsergebnisse zum Wissenstransfer über flexible Mobilitätsangebote
In: Der Nahverkehr 4/2019, ab S. 37

Wie Wissen derzeit vermittelt wird. Was beim Nutzer ankommt und was gebraucht wird.
In einem aktuellen Artikel im Nahverkehr haben sich Ronya Reitberger und Christian Mehlert damit beschäftigt, wie hilfreich aktuelle Planungshilfen für bedarfsgesteuerte Verkehre sind. Betrachtet wurden Handbücher und Leitfäden, die Anbietern bei Konzeption und Umsetzung von Rufbusverkehren, AST-Angeboten oder „On-Demand“-Dienstleistungen helfen sollen. Die Autoren analysieren den Status quo und beschreiben, was beachtet werden muss, damit die Hilfsmittel tatsächlich hilfreich sind – und welche anderen Formate sich anbieten.

Was bringt ein Modellvorhaben an Wissen für alle?
Bedarfsgesteuerte Angebotsformen, wie beispielsweise Rufbus und Anruf-Sammel-Taxi, sind bereits seit vielen Jahren Alternativen zum klassischen Linienverkehr. Die Digitalisierung befördert die Diskussion um „On-Demand-Verkehre“ derzeit zusätzlich. Obwohl es bereits viele Modellvorhaben gab und gibt, ist der bisherige Wissenstransfer unzureichend.

Vergleichende Analyse und Interviews
In ihrer Masterarbeit, die als Grundlage des Artikels im Nahverkehr dient, untersuchte Ronya Reitberger sieben verfügbare Planungshilfen. Sie fragte potenzielle Anwender bei verschiendenen Aufgabenträgern, ob sie die Leitfäden bzw. Handbücher kennen und nutzen – und wie sie sich Wissen zum Thema „On-Demand“ aneignen.

Das Ergebnis dieser Interviews: Die Planungshilfen sind oft nicht bekannt, werden nicht verwendet oder sind inhaltlich ungeeignet, um die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte zu verbreiten und gewisse Standards durchzusetzen. Sie sind zu wenig praxisorientiert und oft zu umfangreich, um eine echte Hilfe zu sein.

Die Empfehlung, wie es besser sein könnte
Der Artikel von Mehlert und Reitberger beschränkt sich nicht auf die Beschreibung der bestehenden Defizite. Sie stellen auch Hinweise zusammen, wie Planungshilfen zukünftig besser gestaltet werden können – oder wie ein Austausch von Wissen bezüglich vorhandener Lösungen und Erfahrungen grundsätzlich besser funktionieren könnte.

Lesen Sie mehr über darüber im Artikel, den wir Ihnen kostenfrei zum Download zur Verfügung stellen.